makeFirefoxProfile als Linux Script

abgelegt am 04. Dezember 2009 unter Scripting | 17 Kommentar(e) |

Icon Einige Leser werden mein Script "makeFirefoxProfile" schon kennen. Trotzdem will ich es hier nochmal kurz vorstellen. Schon deshalb weil Felix es als Shell Script für Linux portiert hat. Ihr kennt bestimmt das Problem. Ihr entdeckt im Web eine interessante Erweiterung für Firefox und würdet diese gerne mal probieren. Das Add-on jetzt einfach mal so ins Arbeitsprofil installieren, um festzustellen dass die Erweiterung doch schei… ist, ist denkbar ungünstig. Genau hier setzt "makeFirefoxProfile" an. Das Script erzeugt ein temporäres Profil und die dazugehörige Verknüpfung für Firefox. Ihr könnt darin dieses Add-on testen. Habt Ihr genug davon, löscht dieses Script beim erneuten Start dieses temporäre Profil und die Verknüpfung wieder.

Als JScript gibt es das Tool ja schon länger. Jetzt hat (ich habe es oben schon erwähnt) Felix das gute Tool für Linux fit gemacht. Felix hat zu seinem Script ein paar wichtige Dinge anzumerken. Ich veröffentliche deshalb Auszüge aus seiner Mail:

Das Skript benutzt die Bash, die sollte auch normalerweise installiert sein. Das einzige, was womöglich noch installiert werden müsste, ist Zenity, ein kleines Programm, um grafische Dialoge aufrufen zu können. Müsste über die Paketverwaltung der Distribution installiert werden können. Bei Debian/Ubuntu also über Synaptic, alternativ im Terminal "sudo apt-get install zenity" (ohne Anführungszeichen) eingeben.

Das Skript ist eine Textdatei, lässt sich mit jedem Texteditor bearbeiten. Im oberen Bereich des Skripts können die Einstellungen geändert werden, eine INI gibt es (noch?) nicht.

Bei einem normal installierten Firefox reicht die Angabe "firefox" als Programmpfad, bei selbst heruntergeladenen bitte den Pfad zur Datei "firefox" im Programmordner angeben (z.B. /home/ benutzer/ Programme/ firefox-3.6/ firefox).

Darunter können der Ordner für das Profil sowie der Verknüpfungsort angegeben werden. Der Dateiname der Verknüpfung ist im Prinzip egal, da er normalerweise nicht angezeigt wird, es kommt nur auf den Ordner an. $HOME steht dabei für das Heimverzeichnis, also z.B. /home/benutzer/.

Wenn sich ds Skript nicht ausführen lässt (wenn also z.B. der Texteditor geöffnet wird) muss in den Dateieigenschaften das "Ausführen"-Kästchen angehakt werden. Bei Nautilus unter Rechtsklick -> Eigenschaften -> Zugriffsrechte -> [x] Datei als Programm ausführen.

Ich habe alle 3 Versionen (JScript, AutoHotkey und Shell Script) in eine ZIP-Archiv gepackt. Ihr könnt die Scripte unter Download herunterladen.

PS: Nochmal ganz herzlichen Dank an Felix. Ich finde es klasse, dass Du das Script für Linux fit gemacht hast!

Kommentare

Gravatar Didi am Freitag, den 04.12.09 um 09:38

"Müsste über die Paketverwaltung der Distribution installiert werden können". Nein, es ist weder enthalten, noch kann es über die Paketverwaltung gezogen werden.

Aber: Es funktioniert suuuuper! Vielen Dank an Felix für die Entwicklung und an Horst für's hosten.


Gravatar JürgenHugo am Freitag, den 04.12.09 um 15:00

@Horst:

Da hast du dir wieder viel Mühe gegeben. Ich werde das aber trotzdem nicht brauchen. Weil:

"Das Add-on jetzt einfach mal so ins Arbeitsprofil installieren, um festzustellen dass die Erweiterung doch scheiße ist, ist denkbar ungünstig"

GENAU das mach ich. Und ich hab noch fast gar nie große Probleme gehabt. Was soll denn schon passieren? Das schlimmste - der Fox crasht. Na und? Soll er doch. Ich sichere doch alles wichtige automatisiert ab, natürlich auch das Profil vom Fox. Das Backup ist bei mir max. ein paar Stunden alt - und DA ist das neue Add-On ja noch nich drin! Dieses Profil spiel ich einfach zurück. Das ist so gut wie narrensicher.

Selbst wenn der FF total crasht, und ich ganz neu mach - die Lesezeichen und Passwords sind mit xMarks abgesichert. Und für die Add-Ons hab ich ne Liste. DIE sind schnell wieder da. Das ist aber so gut wie nie nötig.

PS: Tja, Horst - ich mußte deine drei "Pünktchen" ja jetzt durch das "originale" ersetzen - das dezentere akzeptiert der Blog ja nich. Hast du mir ja per E-Mail erklärt. ICH bin also vollkommen unschuldig an dem "Vulgärausdruck", grins!


Gravatar Thomas (blickpunkt-energie.de) am Freitag, den 04.12.09 um 15:46

Ich hab da auch noch 2 cents:

1) In der zip-Datei würde ich als Dateiendung .sh für das Linux-Skript vorschlagen. Im Prinzip benötigt man keine Endung, aber das macht es imho transparenter.

2) Zenity ... hm. Einerseits eine super Sache, weil man einfach GUI-Dialoge erstellen kann. Andererseits doof für Leute, die kein Gnome bzw. GTK nutzen wollen oder können.


Gravatar Felix am Freitag, den 04.12.09 um 17:53

@Horst: Die ebenfalls danke fürs hosten.
Im Gegensatz zutar und gz gehört zip nicht zur Standardausrüstung eines GNU-kompatiblen Linux, aber zu der der meisten Distributionen. Ich hab es in ein tar.gz gepackt, weil dasbei auch die Dateiattribute übernommen werden. Das mit dem Kästchen Datei als Programm ausführen entfällt also. Bei einem zip muss es wahrscheinlich noch gesetzt werden.

@Didi:
Inwiefern? Lässt es sich nicht installieren? Oder ist es schon vorinstalliert? Hast du in Synaptic geguckt? Was passiert, wenn du im Terminal zenity --info eingibst?

@Thomas:
Ja, kann man machen, muss man aber nicht. Windows-Usern ist es vertrauter, Linuxer brauchens nicht.
Was Zenity betrifft: Bei Linux kannst du nun mal nicht wissen, welche Desktopumgebung benutzt wird. Gibt es etwas ähnliches für KDE oder sogar übergreifend? Ich hab grad XDialog gesehen, aber das benutzt anscheinend auch GTK


Gravatar Didi am Freitag, den 04.12.09 um 18:19

@Felix:
Zenity: Im Software-Center erschient das Programm weder unter den installierten noch unter den zu installierenden Programmen.

Im Terminal taucht nach der Eingabe des Befehls "zenity --info" ein Fenster mit dem Hinweis auf, dass alle Aktualisierungen fertiggestellt worden seien.

In der Synaptic-Paketverwaltung ist das Programm nicht verzeichnet.


Gravatar Didi am Freitag, den 04.12.09 um 18:32

@Felix: Wie kann ich Ubuntu so einstellen, dass ich nach dessen Auswahl im Grubmenü kein Passwort mehr eingeben muss? Ubuntu ist nach Eingabe des Passwortes innerhalb von etwa 15 Sekunden gestartet. Mit Eingabe dauert es doppelt so lange. Ein unhaltbarer Zustand ;)


Gravatar Didi am Freitag, den 04.12.09 um 18:41

@Felix: Hab's schon


Gravatar Thomas (blickpunkt-energie.de) am Freitag, den 04.12.09 um 19:04

@Felix:

Ich schrieb ja schon, dass man keine Dateiendung benötigt. Aber .sh machts halt klarer.

Ist XDialog das mit dem altbackenem GUI-Design oder war das mit TCl/Tk?


Gravatar Felix am Samstag, den 05.12.09 um 00:26

@Didi:
Im Software-Center wirds kaum sein, da es ja keine Anwendung als solche ist. Mehr so ein Hilfsprogramm für Skripte. In Synaptic sollte es aber sein. Aber wenn sich eni Fenster öffnet, ist es installiert. Andernfalls liefe mein Skript auch gar nicht.

@Thomas:
Ich habs noch nicht ausprobiert, werd ich gleich mal machen.


Gravatar Felix am Samstag, den 05.12.09 um 00:41

@Thomas:
Na ja, Xdialog ist nicht so ganz das Wahre. Und braucht trotzdem einige gtk-Bibliotheken.


Gravatar Thomas (blickpunkt-energie.de) am Samstag, den 05.12.09 um 07:12

@Felix: Dann bleib beim Zenity. Vielleicht portiert es jm nach KDialog ;-)


Gravatar Didi am Samstag, den 05.12.09 um 08:35

@Felix: "In Synaptic sollte es aber sein." Ja, ist es auch. Ich habe Synaptics Fenster jetzt groß geschaltet. So kann man besser durchscrollen. Zenity ist mir vorher wohl wegen der Vielzahl der Programme durchgeflutscht. Sorry!


Gravatar Felix am Samstag, den 05.12.09 um 17:19

@Thomas:
Ist bereits geschehen. Ich hab es so umgeschrieben, dass es mit Zenity, KDialog und Xdialog zurechtkommt. Jedem das seine.

@Didi:
Dann hat sich das ja erledigt.

@Horst:
Ich schick dir gleich die neue Version.


Gravatar Horst Scheuer am Samstag, den 05.12.09 um 17:27

@Felix: Danke, werde die neue Version gleich hochladen.


Gravatar Didi am Samstag, den 05.12.09 um 18:04

Änderungen?


Gravatar Felix am Samstag, den 05.12.09 um 18:13

@Didi:
Frage?
;-)

Ich interpretiere da jetzt mal rein, dass du wissen willst, was ich geändert habe.
Das Skript unterstützt jetzt neben Zenity auch KDialog und Xdialog als graphische Oberfläche. Ein KDE-Nutzer möchte vielleicht kein Zenity installieren. Ansonsten läuft es genauso wie vorher.


Gravatar Didi am Samstag, den 05.12.09 um 18:15

Richtig interpretiert :)

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